Geld verdienen mit Streetspotr

Ich nutze Streetspotr regelmäßig seit 2020. Hier erzähle ich, wie viel ich damit verdiene, was ich gut und was ich verbesserungswürdig finde. 

Was ist Streetspotr?

Streetspotr gibt es seit 2011 und gehört zu den größten Mikrojob-Anbietern in Deutschland. Die App hat eine Bewertung von 4,6 Sternen im AppStore, damit ist sie etwas besser bewertet als ähnliche Apps. 

Streetspotr ist eine deutsche App, über die Unternehmen kleine Feldaufgaben an Smartphone-Nutzer vergeben. Die App zeigt per GPS offene Aufträge in der Nähe an – sogenannte Spots. Man erledigt den Auftrag vor Ort, lädt die Ergebnisse hoch, und bekommt Geld per PayPal ausgezahlt. Fertig.

Die Auftraggeber sind meistens große Markenunternehmen, die wissen wollen, wie ihre Produkte im Handel präsentiert werden. Man ist also eine Art freier Außendienstler – ohne Arbeitsvertrag, ohne feste Zeiten.

Welche Spots gibt es konkret?

Das ist ehrlich gesagt das Interessanteste an der App: Die Aufgaben sind überraschend vielfältig. Hier ein Überblick aus eigener Erfahrung:

  • Regal-Spots: Der absolute Klassiker. Man geht in einen Supermarkt oder eine Drogerie und fotografiert ein bestimmtes Regal – zum Beispiel die Rasierer- oder Fruchtgummiabteilung. Pro Regalmeter ein Bild, immer von links nach rechts, im Hochformat. Klingt banal, aber die Anforderungen sind präzise: Regallücken dokumentieren, Preisschilder sichtbar, keine verwackelten Fotos. Fehler hier bedeuten Ablehnung.
  • Preischeck-Spots: Bestimmtes Produkt finden, Preisschild fotografieren, Preis manuell eintragen. Geht oft in zwei Minuten – wenn das Produkt vorrätig ist.
  • Mystery Shopping: Man betritt eine Filiale als normaler Kunde und bewertet unauffällig Service, Sauberkeit, Produktpräsentation. Manchmal muss man dabei auch etwas kaufen – der Kaufpreis wird dann erstattet, dazu gibt es die Spot-Vergütung. Diese Spots zahlen besser, verlangen aber mehr Aufmerksamkeit beim Ausfüllen.
  • Restaurant- und Gastro-Spots: Existiert das Restaurant noch? Foto von außen, Speisekarte komplett abfotografieren. Einfach, aber schlecht bezahlt – oft nur 2 bis 3 Euro.
  • Meldespots: Öffnungszeiten prüfen, Adresse verifizieren, Infos vor Ort recherchieren und eintragen. Kurz, wenig Aufwand.
  • Umfragen: Die einzigen Spots, die man von zuhause aus erledigen kann. Meist Markenbewertungen oder kurze Produktfeedbacks. Wenig Geld, aber null Aufwand.
  • Genuss-Spots: Die beliebtesten in der Community. Man kauft ein bestimmtes Produkt – Getränk, Snack, manchmal ein Gericht – testet es und gibt eine Bewertung ab. Kaufpreis wird erstattet.

Wenn man sich die Aufgaben gut durchliest und die Spots dementsprechend ordentlich macht, werden die Spots auch zuverlässig  angenommen. Oft bekommt auch die Möglichkeit, nachzubessern. In 6 Jahren wurden mir von über 550 erledigten Spots weniger als 10 (zu recht) abgelehnt.

Was verdient man wirklich?

Zwischen 2 und 15 Euro pro Spot, je nach Aufwand. Die meisten Aufgaben liegen bei 3 bis 5 Euro. Ich bin nicht täglich aktiv und verdiene im Durchschnitt ca. 80 €, manchmal bis zu 140 € im Monat. Wer aktiv ist und in einer größeren Stadt wohnt, kann auf schätzungsweise 150 – 200 € im Monat kommen. In Kleinstädten oder ländlichen Gebieten ist das Angebot deutlich dünner – manchmal gibt es tagelang nichts in der Nähe.

Vorteile

  • Vielfältige Aufgaben, einige davon mache viel Spaß, besonders die Genuss-Spots
  • Kein fester Zeitplan, komplett flexibel
  • Lässt sich gut in den Alltag integrieren – beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit
  • Auszahlungen kommen zuverlässig, wenn man die Aufgaben sorgfältig erledigt
  • Support reagiert schnell
  • Community-Forum in der App: hilfreiche Tipps von erfahrenen Nutzern  

Nachteile

  • Auszahlung dauert bis zu 30 Tage nach Rechnungsstellung
  • Nur PayPal – kein Bankkonto möglich
  • Spot-Verfügbarkeit schwankt stark, nicht planbar
  • Viel Konkurrenz bei beliebten Spots – wer spät aufsteht, findet oft nichts mehr
  • Manche Spots sind im Verhältnis zum Aufwand schlecht bezahlt
  • Fotos im Laden machen zieht manchmal unerwünschte Aufmerksamkeit – unauffälliges Vorgehen ist manchmal nötig

Fazit

Streetspotr ist seriös, fair und macht nebenbei Spaß. Es ist ein gutes Taschengeld für Zeit, die man ohnehin draußen verbringt. Ich empfehle die App, solange man die Erwartungen realistisch hält – aber vor allem in Kombination mit anderen Apps wie appJobber oder Roamler komme ich auf bis zu 600 € im Monat. Wer präzise arbeitet und in einer gut versorgten Stadt wohnt, hat durchaus Spaß dabei.

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