Ich verwende Payback seit über 20 Jahren. Wie ich mir über 600 € im Jahr auszahlen lassen kann, erzähle ich euch hier.
Die Links mit dem * sind Werbe- oder Affiliate-Links. Wenn du darauf klickst und etwas abschließt, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten und du unterstützt damit meine Arbeit. Die Bewertung basiert auf meiner eigenen Erfahrung, Produktbewertungen bleiben davon unbeeinflusst.
Payback* ist Deutschlands bekanntestes Bonusprogramm – die blaue Karte hat fast jeder im Portemonnaie. Aber wie viel bringen die gesammelten Punkte eigentlich wirklich? Ich habe mir das System genauer angeschaut und zeige dir, wie du deine Punkteausbeute maximieren kannst.
Das Konzept ist simpel: Bei jedem Einkauf bei einem Payback-Partner sammelst du Punkte. Grundsätzlich gilt: Pro 2 Euro Einkaufswert gibt es 1 Payback-Punkt. 100 Punkte entsprechen 1 Euro. Umgerechnet bedeutet das eine Grundrendite von 0,5% auf deine Einkäufe.
Die gesammelten Punkte kannst du dann auf verschiedene Arten einlösen – direkt beim Einkauf, als Gutscheine, für Prämien, in Miles & More Meilen umwandeln, und sogar bar auszahlen lassen.
Aber: Die Grundrendite von 0,5% ist nur der Anfang. Wenn man es richtig angeht, lässt sich damit richtig viel sparen bzw. verdienen.
Payback hat in Deutschland ca. 700 Partner aus verschiedenen Branchen, sehr viele bekannte Marken sind dabei, ob online oder offline. Zu den wichtigsten gehören:
Supermärkte und Drogerien:
Tankstellen:
(Online-)Shopping:
Reisen und Mobilität:
Weitere Partner (Finanzen, Versicherungen, etc.):
Die Vielfalt der Partner macht Payback attraktiv, weil man in vielen Bereichen des täglichen Lebens ohne Zusatzkosten Punkte sammeln kann. Besonders interessant: Bei einigen Partnern gibt es deutlich mehr als die Standard-0,5% Rendite.
Das hängt stark vom eigenen Konsumverhalten ab. Hier ein paar Beispiele:
Durchschnittlicher Nutzer:
Das macht etwa 420 Punkte pro Monat, also 4,20 Euro. Aufs Jahr gerechnet: rund 50 Euro.
Aktiver Nutzer mit Coupons: Wer zusätzlich Coupons aktiviert, kann das Ergebnis deutlich steigern. Mit Coupons sind schnell mindestens 800-1200 Punkte pro Monat zusätzlich drin, also weitere 100-150 Euro im Jahr.
Power-User: Wer konsequent bei Payback-Partnern einkauft, Online-Shopping einbezieht, Strom- und Gasverträge regelmäßig vergleicht, Sonderaktionen nutzt, Wunschgutscheine und die Kreditkarte verwendet, kann auf mindestens 600-700 Euro pro Jahr kommen.
Die eigentliche Stärke von Payback liegt in den Coupons. Diese findest du in der App oder auf der Website und kannst sie vor dem Einkauf aktivieren. Es gibt verschiedene Arten:
Personalisierte Coupons: Basierend auf deinem Kaufverhalten bekommst du individuelle Angebote. Typisch sind hier:
Allgemeine Coupons: Diese stehen allen Nutzern zur Verfügung, oft mit zeitlicher Begrenzung:
Geburtstagscoupon: Im Geburtsmonat gibt es oft Sondercoupons mit erhöhten Punkten.
Weihnachtscoupons: Auch im Dezember gibt es oft zusätzliche Coupons oder besonders hohe Bepunktung.
Der Trick: Coupons vor dem Einkauf in der App aktivieren und dann gezielt Produkte kaufen, für die es Extra-Punkte gibt. So lassen sich aus 0,5% schnell 2,5% oder sogar 5% Rendite machen.
Besonders lukrativ wird es beim Online-Shopping. Hier gibt es oft deutlich höhere Punktezahlen als im stationären Handel:
Der Ablauf: Du meldest dich in der Payback-App an, klickst von dort aus zum gewünschten Online-Shop und tätigst deinen Einkauf. Die Punkte werden dann automatisch gutgeschrieben – allerdings oft erst nach einigen Wochen.
Wichtig: Die Punkte werden nur gutgeschrieben, wenn du wirklich über die Payback-Seite oder App zum Shop gelangst. Ein direkter Aufruf der Shop-Website funktioniert nicht.
Wir kommen jetzt zum – für mich – besten Geheimtipp: Wunschgutschein ist ein Payback-Partner, und oft gibt es 2-, 4- oder 10-fach (manchmal auch mehr) Payback-Punkte, wenn man Wunschgutscheine kauft. Das hat ein riesiges Potenzial, noch mehr Cashback und damit bares Geld zu verdienen.
Hier ein Rechenbeispiel:
Angenommen, es läuft gerade die Aktion “10-fach Punkte auf Wunschgutscheinen”. Du kaufst Wunschgutscheine für 300 € und bekommst dafür 150 Basispunkte und 1350 Bonuspunkte. Du kaufst die Gutscheine mit der Mastercard von Sum-Up Pay* (auf der Visa von Trade Republic gibt es kein Saveback für “geldwerte Gutscheine”), und bekommst 3 € Cashback.
Mit dem Wunschgutschein kaufst du für 100 € Kaufland-Gutscheine. Kaufland ist kein Payback-Partner, du kannst aber jetzt mit dem Gutschein dort einkaufen. Du kaufst auch Decathlon-Gutscheine für 200 €. Wir nehmen an, bei Payback läuft die Aktion “10-fach Punkte für den Einkauf bei Decathlon”. Du kaufst dir ein Fahrrad für 200 € und bekommst dafür 1000 Payback-Punkte (100 Basispunkte und 900 Bonuspunkte).
Fazit: Für deinen 300 € Wunschgutschein bekommst du 2500 Punkte und 3 € (insgesamt: 28 €) zurück:
Das sind, in Geld umgerechnet, schon knapp 10% Ersparnis gegenüber 0,5 %, die man bekommt, wenn man seine Payback-Karte ohne aktivierten Coupons einsetzt.
Die Payback American Express Kreditkarte* ist eine dauerhaft kostenlose Kreditkarte, mit der du bei jeder Zahlung Payback-Punkte sammelst – auch außerhalb der Payback-Partner.
Du erhältst 1 Punkt pro 3 Euro Umsatz und bei Payback-Partnern sogar doppelte Punkte. Die Karte unterstützt kontaktloses Bezahlen, Apple Pay und Google Pay und wird monatlich vollständig vom Girokonto abgebucht.
Dazu gibt es regelmäßig Aktionen für 1000 bis 5000 Bonus-Payback-Punkte bei Abschluß, das sind umgerechnet 10 – 50 € dazu!
Zahlungen in Euro sind kostenlos, im Ausland fällt eine Fremdwährungsgebühr von 2 % an. Bargeldabhebungen sind möglich, aber teuer.
Fazit: Die Payback American Express Kreditkarte* ist perfekt für alle, die ohne Jahresgebühr Payback-Punkte im Alltag sammeln möchten – auch im Ausland oder bei Nicht-Payback-Partner. Ich verwende sie seit Jahren als Zusatzkarte und bin sehr zufrieden damit.
Payback bietet verschiedene Möglichkeiten, deine Punkte einzulösen:
Die einfachste Variante: An der Kasse werden deine Punkte direkt vom Rechnungsbetrag abgezogen. 100 Punkte = 1 Euro Rabatt.
Vorteil: Unkompliziert und sofort wirksam
Nachteil: Meist die unattraktivste Option, da es keine Bonuseffekte gibt
Deutlich interessanter sind die Gutscheine. Hierbei tauschst du deine Punkte in Gutscheine von verschiedenen Unternehmen um – und bekommst oft einen Bonus obendrauf.
Der Clou: Durch die Bonusaktionen erhöhst du den Wert deiner Punkte erheblich. Aus 0,5% Rendite werden so effektiv 2-5% oder sogar mehr.
Tipp: Die Bonusaktionen wechseln regelmäßig. Es lohnt sich, die Punkte zu sammeln und dann zuzuschlagen, wenn es für den gewünschten Gutschein gerade einen guten Bonus gibt.
Im Prämienshop kannst du deine Punkte gegen physische Produkte eintauschen – von Haushaltsgeräten über Elektronik bis hin zu Reisen.
Ehrliche Einschätzung: Die Prämien sind meist unattraktiv. Der Punktewert liegt hier oft deutlich unter 1 Cent pro Punkt. Ein Produkt, das im Handel 50 Euro kostet, verlangt im Prämienshop nicht selten 6.000 oder 7.000 Punkte statt der erwarteten 5.000. Diese Option lohnt sich nur bei speziellen Aktionsprämien.
Du kannst deine Punkte auch an verschiedene Hilfsorganisationen spenden. Das ist sozial sinnvoll, aber natürlich kein finanzieller Vorteil für dich.
Ab 200 Punkten kannst du dir Payback-Punkte auf dein Konto überweisen lassen. Der Gegenwert ist 1:1 (100 Punkte = 1 Euro).
Eine besondere Option ist die Umwandlung von Payback-Punkten in Miles & More Meilen. Das Verhältnis liegt bei 1:1 .
200 Payback-Punkte = 200 Miles & More Meilen
Halte Ausschau nach Bonusaktionen (z.B. 25% mehr Meilen für deine Payback-Punkte), die oft im Januar stattfinden. Für Vielflieger kann das interessant sein, weil Flugmeilen oft einen höheren Wert haben als 1 Cent pro Meile – besonders bei Premium-Flügen oder Upgrades.
Wann lohnt sich das?
Wann lohnt es sich nicht?
Wichtig: Die Umwandlung ist endgültig. Du kannst Miles & More Meilen nicht zurück in Payback-Punkte tauschen.
Schau vor jedem Einkauf in die App und aktiviere alle relevanten Coupons. Das dauert 30 Sekunden und kann deine Punkteausbeute verdoppeln oder verdreifachen.
Regelmäßig gibt es Aktionswochen bei verschiedenen Partnern:
Diese Aktionen lohnen sich, um größere Einkäufe zu planen. Brauchst du neue Vorräte? Warte auf die nächste Aktionswoche.
Kaufst du bei einem Payback-Partner online ein, gehe immer über die Payback-Seite oder App. Sonst verschenkst du Punkte.
Wenn mehrere Personen im Haushalt unter einer Karte sammeln, kommt schneller etwas zusammen. Du kannst bis zu 10 Zusatzkarten bestellen.
Sammle deine Punkte und löse sie ein, wenn es für deinen gewünschten Wunschgutschein gerade einen Bonus gibt. Mit etwas Geduld bekommst du 10-20% mehr Wert.
Gelegentlich gibt es in der Payback-App kleine Umfragen, für die du Extra-Punkte bekommst. Das sind meist nur 10-30 Punkte, aber geschenkt ist geschenkt.
Mit der Bezahlfunktion PaybackPAY (mobiles Bezahlen per App) gibt es bei teilnehmenden Partnern oft Extra-Punkte. Zurzeit kann man keine Kreditkarte dafür hinterlegen. Wenn das aber (wieder) möglich sein sollte und man eine Kreditkarte mit Cashback oder Saveback hinterlegt (zum Beispiel American Express, Visa von Trade Republic oder Mastercard von SumUp Pay), kassiert man nochmal doppelt: von PaybackPAY und der jeweiligen Kreditkarte.
Payback-Punkte verfallen nach 3 Jahren (genauer: jeweils zum 30. September des dritten Folgejahres). Achte darauf, ältere Punkte rechtzeitig einzulösen.
Ehrlichkeit gehört dazu – hier ein paar Punkte, die mich nicht so sehr, dich aber stören könnten:
Datenschutz: Payback sammelt detaillierte Daten über dein Kaufverhalten. Das ist die Kehrseite des personalisierten Angebots. Wer damit ein Problem hat, sollte Payback nicht nutzen. Im Prinzip bekommt man dafür eine Entschädigung in Form von Punkten.
Versuchung zu Mehrausgaben: Durch Coupons und Aktionen kauft man manchmal Dinge, die man eigentlich nicht braucht. Hier ist Disziplin gefragt. Aber die Preise sind nicht höher als woanders.
Komplexität: Das System mit Coupons, Aktionen, verschiedenen Einlöseoptionen kann anfangs verwirrend sein. Es braucht etwas Zeit, sich zurechtzufinden.
Unübersichtliche Gutschein-Bonusaktionen: Welcher Gutschein gerade welchen Bonus hat, ändert sich ständig. Man muss regelmäßig nachschauen.
Nachfragen machmal erforderlich: Es kommt selten vor, aber besonders beim Online-Shoppen werden nicht immer die Punkte direkt gutgeschrieben, auch wenn man alles aktiviert hat. Das hat wohl mit den Cookies zu tun. Der Kundendienst (über ein Formular zu erreichen) ist aber schnell und freundlich und man bekommt die Punkte nachakkreditiert.
Payback macht besonders Sinn für:
Weniger sinnvoll ist Payback für:
Payback ist ein solides Bonusprogramm mit echtem Sparpotenzial – wenn man es clever nutzt. Die 0,5% Grundrendite allein ist nicht besonders aufregend, aber durch Coupons, Aktionen und den Kauf und die clevere Einlösung über Wunschgutscheine lässt sich der Wert deutlich steigern.
Realistisch sind 100-200 Euro pro Jahr für durchschnittliche Nutzer, aktive Optimierer können auch 600-700 Euro erreichen. Das ist kein Vermögen, aber für etwas, das im Alltag nebenher läuft, durchaus attraktiv.
Der Schlüssel zum Erfolg: Coupons konsequent nutzen, bei Aktionswochen zuschlagen und Punkte über Wunschgutscheine mit Bonus einlösen. Wer das beherzigt und ohnehin bei Payback-Partnern einkauft, bekommt Jahr für Jahr einen netten Bonus – ohne großen Aufwand.
Neue Microjob-Erfahrungen direkt per E-Mail